AG Migration und Vielfalt

Veröffentlicht: 01.06.2017 unter AG Migration und Vielfalt, Pressemitteilungen

Wir fordern die Aussetzung der Abschiebung nach Afghanistan

Angesichts des schrecklichen Anschlags mit über 90 Todesopfern ist die Frage nach der Sicherheitslage in Afghanistan abermals in allen Medien. Die Praxis der Abschiebungen erweist sich erneut als offensichtlich menschenverachtend.

„Holger Stahlknecht hat es in der Hand: Erst vor wenigen Tagen hörte er beim Kirchentag in Wittenberg Predigten über Nächstenliebe und kann nun diesen durch eine Aussetzung der Abschiebungen Taten folgen lassen“, fordert der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Igor Matviyets und fährt fort: „Sachsen-Anhalt muss angesichts der unkalkulierbaren Gefahrenlage in Afghanistan Humanität beweisen.“

Die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD Sachsen-Anhalt setzt sich für ein respektvolles interkulturelles Zusammenleben, Chancengleichheit für Zugewanderte, die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und für die interkulturelle Öffnung von Gesellschaft und Sozialdemokratie ein.

Veröffentlicht: 12.03.2015 unter AG Migration und Vielfalt, Pressemitteilungen

AG Migration und Vielfalt der SPD wählt neuen Vorstand – Möbbeck: Deutschkurse für alle Migrantinnen und Migranten von Anfang an

Susi MöbbeckDie Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt der SPD Sachsen-Anhalt hat auf ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Landesvorstand gewählt. Alte und neue Vorsitzende ist Susi Möbbeck (Börde), die die Arbeitsgemeinschaft bereits seit ihrer Gründung im Juli 2012 führt. Komplettiert wird der Vorstand durch die beiden StellvertreterInnen Björn Malycha (Stendal) und Larissa Wallner (Dessau-Roßlau) sowie die weiteren Mitglieder Seluan Al-Chakmakchi (Salzlandkreis), Jan Braune (Magdeburg), Angelika Engel (Harz), Igor Matvjets (Halle), Satenik Roth (Halle), Marco Steckel (Mansfeld-Südharz), Richard Steinhof (Harz) und den SPD-Landtagabgeordneten Patrick Wanzek (Saalekreis).

Die Vorsitzende des SPD-Landesverbandes, Katrin Budde nahm an der Versammlung teil. „Angesichts der Diskussionen um die Themen Integration und Einwanderungspolitik ist die fachliche Arbeit der AG Migration notwendiger denn je“, sagte Budde. Die Pegida-Aufmärsche und ihre Ableger in den letzten Wochen und Monaten haben die Auseinandersetzungen um Integration deutlich verschärft. „Gerade in Zeiten, in denen durch Krieg und Terror die Zahl der Flüchtlinge gestiegen ist, dürfen wir in Europa, in Deutschland und auch in Sachsen-Anhalt nicht unsere Türen schließen und sagen: euer Leid geht uns nichts an“, so Budde.

Die Flüchtlingsaufnahme könne, so die AG, umso besser bewältigt werden, wenn Flüchtlinge von Anfang an Integrationsangebote erhalten. Dazu gehört zu allererst der Erwerb der deutschen Sprache. „Die sächsische SPD hat in ihrem Koalitionsvertrag mit der CDU vereinbart, dass alle Migrantinnen und Migranten einen kostenlosen Sprachkurs erhalten sollen“, sagte Susi Möbbeck. „In Sachsen-Anhalt besteht dieser Bedarf auch.“ Die AG Migration setzt sich in einem Beschluss für eine verbesserte Bildungsintegration von ausländischen Kindern ein, von der Kita über die Schule bis zur beruflichen Bildung. Vor allem die schulische Sprachförderung sei zu verbessern. Sprachvorbereitungsklassen sollten eine Größe von 15 Kindern nicht überschreiten. Nur wer früh die deutsche Sprache lernt, hat die Chance im Unterricht zu bestehen. Zudem spricht sich die AG erneut für die dezentrale Wohnungsunterbringung aller Flüchtlinge aus. Das erleichtert eine schnelle Integration und den Abbau gegenseitiger Vorurteile.

Veröffentlicht: 28.11.2012 unter AG Migration und Vielfalt, Pressemitteilungen

Beschluss der MV der AG Migration und Vielfalt in Sachsen-Anhalt am 12.10.2012

Qualifikationen von Zugewanderten in Sachsen-Anhalt besser nutzen – zügig das Anerkennungsgesetz verabschieden und Anpassungsqualifizierungen anbieten.

Zugewanderte in Sachsen-Anhalt sind fast doppelt so oft wie Einheimische von Arbeitslosigkeit betroffen. Obwohl sie gut ausgebildet sind, arbeiten viele Zugewanderte weit unterhalb ihrer Qualifikation, da ihre im Ausland erworbenen Qualifikationen in Deutschland bislang nicht anerkannt werden. Somit gehen ihre Potentiale verloren. Trotz des sich verschärfenden Fachkräftemangels. Weiterlesen »

Veröffentlicht: 02.10.2012 unter AG Migration und Vielfalt

„Es hat was mit Respekt zu tun“

Bürgerdialog in Halle30 Gäste aus sieben Nationen und drei Kontinenten. Zum SPD Bürger-Dialog in Halle an der Saale hatte Karamba Diaby am Mittwoch die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Aydan Özoguz geladen. Schlagworte, die an diesem Abend immer wieder fallen: Chancengleichheit, Teilhabe und Bildung.

„Nein, sag erst bitte deinen Namen, damit wir uns alle gegenseitig kennenlernen können“, unterbricht Karamba Diaby einen Mann, der aus der Mongolei stammt, ehe dieser fortfahren und seinen Wunsch äußern kann, dass wir in Deutschland die bürokratischen Hürden für Ausländer senken müssten. Es sind ungefähr 30 Menschen da, die ihm konzentriert zuhören.

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